
Nara – Tempel, Geschichte und freilebende Hirsche im ältesten Zentrum Japans
Aus Südkorea über Seoul, Gyeongju und Busan kommend, erreichen wir nach der Ankunft in Japan Osaka und nach kurzem Transfer die ehemalige Hauptstadt Nara.
Nara war die erste permanente Hauptstadt Japans – lange bevor Kyoto oder Tokio zu Bedeutung kamen. Diese frühe Rolle spürt man bis heute: große Tempel, weite Parkanlagen, alte Steinwege und ein Gefühl von Ruhe, das man in anderen Städten so nicht findet.
Für mich ist Nara einer der Orte, an denen man die japanische Geschichte besonders klar wahrnimmt. Die Tempel stehen weit voneinander entfernt in einer offenen Landschaft, die Wege sind breit, und überall laufen freilebende Hirsche umher. Die Kombination aus historischen Bauwerken, Natur und entspannter Atmosphäre macht Nara zu einem der angenehmsten Tagesziele in der gesamten Kansai-Region.







Die berühmten Hirsche der Region
Der große Nara-Park ist das Herzstück der Stadt.
Hier bewegen sich die Hirsche frei zwischen Besuchern, Wegen, Tempeln und Wiesen. Die Tiere gelten traditionell als heilig und prägen das Bild der Stadt seit vielen Jahrhunderten.
Besonders interessant:
- die Sikahirsche sind sehr zutraulich
- sie verbeugen sich häufig, wenn sie Futter erwarten
- perfekte Fotomotive bei sanftem Licht
- der Park ist weitläufig und wirkt trotzdem ruhig
Trotz der vielen Besucher bleibt die Atmosphäre erstaunlich gelassen.







Nara als Gesamterlebnis
Nara wirkt im Vergleich zu Kyoto oder Osaka fast entschleunigt.
Weniger Lärm, größere Tempelbereiche, viel Grün und die allgegenwärtigen Hirsche. Die Stadt zeigt, wie stark die Ursprünge Japans von Buddhismus, Naturverehrung und gelebter Tradition geprägt sind.
Für mich ist Nara ein Ort, an dem Geschichte sofort greifbar wird – ohne Inszenierung, ohne moderne Ablenkung, einfach durch Atmosphäre und Raum.









