
Chorsu Bazar
Wer den Chorsu-Basar besucht, merkt schnell, dass dieser Markt weit mehr ist als eine Sehenswürdigkeit. Zwischen den Ständen wird eingekauft, gehandelt, gekocht und gegessen – hier spielt sich ein Teil des Alltags in Tashkent ab.
Schon von außen fällt die große türkisfarbene Kuppel auf, die den Markt seit Jahrzehnten prägt. Doch der eigentliche Chorsu-Basar endet nicht an ihren Wänden. Rund um das Gebäude und auf mehreren Ebenen setzt sich das geschäftige Treiben fort.







Im Inneren wechseln sich Obst- und Gemüsestände mit Gewürzen, Fleisch und frisch zubereiteten Speisen ab. Besonders die Fleischhalle blieb mir in Erinnerung. Die Metzger arbeiteten routiniert, präsentierten ihre Ware mit sichtbarem Stolz und ließen sich von den Besuchern kaum aus der Ruhe bringen. Nur wenige Meter weiter wurde Fleisch direkt auf dem Grill zubereitet – der Duft zog durch die Gänge und machte es schwer, einfach weiterzugehen.
Ebenso spannend war die Bäckerei. Das traditionelle usbekische Brot wird an die heißen Innenwände eines Lehmofens geklebt und dort gebacken. Den Bäckern bei dieser Arbeit zuzusehen war fast genauso interessant wie das fertige Brot selbst.









Was mir am Chorsu-Basar besonders gefallen hat, war die Atmosphäre. Natürlich kommen auch Touristen hierher, aber der Markt wirkt nicht wie eine Kulisse. Viele Menschen erledigen ihren täglichen Einkauf, treffen Bekannte oder essen gemeinsam in den kleinen Garküchen. Genau diese Mischung macht den Reiz des Chorsu-Basars aus und vermittelt einen guten Eindruck vom Alltag in der usbekischen Hauptstadt.












