
Burana Turm
Etwa zwölf Kilometer südwestlich von Tokmok erhebt sich der Burana-Turm aus der weiten Landschaft Kirgisistans. Heute wirkt das ehemalige Minarett fast etwas verloren, doch vor rund tausend Jahren gehörte es zu einer bedeutenden Stadt entlang der Seidenstraße.
Der Turm entstand vermutlich im 10. oder 11. Jahrhundert und war ursprünglich fast doppelt so hoch wie heute. Er gilt als eines der ältesten erhaltenen Bauwerke seiner Art in Zentralasien. In seiner unmittelbaren Umgebung vermuten Archäologen die antike Stadt Balasagun, die einst ein wichtiges Handels- und Kulturzentrum war. Seit 2014 gehört dieser historische Ort als Teil des Seidenstraßen-Netzwerks zum UNESCO-Welterbe.





So interessant die Geschichte des Burana-Turms auch ist – am meisten beeindruckt hat mich seine Lage. Mitten in der offenen Landschaft erhebt sich das historische Bauwerk vor der mächtigen Kulisse des Tian-Shan-Gebirges. Die schneebedeckten Gipfel bilden einen faszinierenden Kontrast zu den warmen Farben der alten Ziegel und machen den Turm zu einem der eindrucksvollsten Fotomotive unserer Reise durch Kirgisistan.
Der Burana-Turm ist kein Ort, an dem man viele Stunden verbringt. Gerade diese Ruhe macht seinen Reiz aus. Zwischen den Überresten einer längst vergangenen Stadt lässt sich gut vorstellen, welche Bedeutung dieser Platz vor Jahrhunderten für Händler und Reisende auf der Seidenstraße gehabt haben muss.












