
eine ungewöhnliche Landschaft bei Baku
Zu den Ausflügen, die wir während unseres Aufenthalts in Baku unternommen haben, gehörte auch eine Fahrt zu den Schlammvulkanen bei Gobustan.
Von Baku aus ging es zunächst mit dem Bus in Richtung Gobustan. An einer Tankstelle wechselten wir anschließend in Jeeps. Der Grund dafür war die Strecke zu den Schlammvulkanen: über eine einfache, unbefestigte Piste ging es weiter hinauf in die karge Landschaft.
Je näher wir den Vulkanen kamen, desto weniger erinnerte die Umgebung an die Stadt Baku. Statt Häusern, Straßen und Verkehr bestimmten graue und beige Erdhügel das Bild.

Eine graue Landschaft ohne große Dramatik
Vor uns lagen zahlreiche kleine, kegelförmige Erhebungen aus grauem und teilweise fast schwarzem Schlamm. Dazwischen erstreckte sich eine weitgehend vegetationslose Landschaft. Einige der Kegel waren nur kleine Hügel, andere deutlich größer und an mehreren Stellen bewegte sich der Schlamm. Es blubberte und quoll langsam aus den Öffnungen heraus. Kleine Mengen flüssigen Schlamms liefen die Hänge hinunter und trockneten anschließend-


Wenn aus dem Schlamm Feuer wird
Eine Besonderheit konnten wir ebenfalls beobachten.
An einer Austrittsstelle wurde das austretende Gas entzündet. Plötzlich brannte eine Flamme direkt über dem Schlammvulkan.
Das wirkt zunächst widersprüchlich: Schlamm und Feuer an derselben Stelle. Ursache dafür sind jedoch die im Zusammenhang mit den Schlammvulkanen austretenden Gase. Einige der Gase können brennbar sein.

Einordnung der Beobachtung
Die Flamme sollte man dabei nicht mit einem klassischen Vulkanausbruch verwechseln. Hier brennt austretendes Gas und nicht heißes vulkanisches Gestein oder Lava.
Das macht die Szene zwar ungewöhnlich, verändert aber nichts daran, dass die eigentliche Aktivität der Schlammvulkane sehr langsam abläuft.




Mit dem Jeep zurück nach Gobustan
Die Fahrt mit den Geländewagen gehört dabei durchaus zum Erlebnis des Ausflugs. Die Schlammvulkane liegen nicht direkt an einer normalen Straße und die letzten Kilometer führen durch eine sehr karge Landschaft.
Der Ausflug lässt sich außerdem gut mit dem Besuch der berühmten Felszeichnungen von Gobustan verbinden. Das UNESCO-Welterbe mit seinen zahlreichen Petroglyphen liegt ebenfalls in der Region und vermittelt einen völlig anderen Zugang zur Landschaft: Hier geht es um die Spuren menschlicher Besiedlung, während bei den Schlammvulkanen die Geologie im Mittelpunkt steht.



